Wenn das Glücksspiel zum Gefängnis wird: Stationäre Therapie als Ausweg
Ein offenes Wort an dich, den regelmässigen Zocker
Wir, die regelmässig spielen, wissen, wie es ist. Der Nervenkitzel, das Adrenalin, die Hoffnung auf den grossen Gewinn. Manchmal läuft es gut, manchmal weniger. Aber was, wenn das Spielen mehr und mehr zum Mittelpunkt deines Lebens wird? Wenn du merkst, dass du nicht mehr aufhören kannst, obwohl du weisst, dass es dir schadet? Wenn die Schulden wachsen und die Beziehungen leiden? Dann ist es vielleicht Zeit, genauer hinzuschauen. Vielleicht ist eine stationäre Therapie für Glücksspielabhängige genau das, was du brauchst. Es ist keine Schande, sich Hilfe zu suchen. Ganz im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Stärke.
Viele von uns haben schon erlebt, wie das Glücksspiel die Kontrolle übernimmt. Es beginnt oft harmlos, mit ein paar Franken hier und da. Doch irgendwann wird es zum Zwang. Man spielt, um zu gewinnen, um Verluste auszugleichen, oder einfach, weil man nicht anders kann. Die Gedanken kreisen ständig ums Spielen, die Nächte sind kurz, die Sorgen gross. Wenn du dich hier wiederfindest, bist du nicht allein. Und es gibt Hilfe. Eine gute Anlaufstelle für Informationen und Unterstützung ist zum Beispiel https://www.lebarbouille.com/. Dort findest du wertvolle Tipps und kannst dich über die verschiedenen Therapieangebote informieren.
Was genau ist eine stationäre Therapie?
Eine stationäre Therapie bedeutet, dass du für eine gewisse Zeit in einer Klinik oder einem Therapiezentrum lebst und dort rund um die Uhr betreut wirst. Das klingt vielleicht einschüchternd, ist aber oft der effektivste Weg, um aus der Spielsucht auszusteigen. In einer solchen Einrichtung wirst du von erfahrenen Therapeuten und Ärzten betreut, die sich auf die Behandlung von Spielsucht spezialisiert haben. Ziel ist es, dir zu helfen, dein Spielverhalten zu verstehen, deine Sucht zu bewältigen und einen Weg in ein suchtfreies Leben zu finden.
Wer profitiert von einer stationären Therapie?
Eine stationäre Therapie ist besonders geeignet für Menschen, bei denen die Spielsucht bereits fortgeschritten ist. Das bedeutet, wenn du bereits erhebliche finanzielle Probleme hast, deine Beziehungen unter dem Spielen leiden, du unter Entzugserscheinungen leidest, wenn du versuchst, das Spielen zu verbergen oder wenn ambulante Therapien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Auch wenn du das Gefühl hast, die Kontrolle komplett verloren zu haben, ist eine stationäre Therapie oft die beste Wahl.
Was passiert während der Therapie?
Der Ablauf einer stationären Therapie ist individuell, aber es gibt einige Gemeinsamkeiten. Zunächst steht eine ausführliche Aufnahme und Diagnose. Die Therapeuten sprechen mit dir über deine Spielgeschichte, deine Probleme und deine Ziele. Dann wird ein individueller Therapieplan erstellt. Dieser Plan kann verschiedene Elemente enthalten:
- Einzeltherapie: In Einzelgesprächen kannst du deine persönlichen Probleme und Verhaltensmuster mit einem Therapeuten besprechen.
- Gruppentherapie: In Gruppensitzungen tauscht du dich mit anderen Betroffenen aus, lernst von ihren Erfahrungen und gibst ihnen Unterstützung.
- Verhaltenstherapie: Du lernst, deine Gedanken und Verhaltensweisen zu verändern, die mit dem Spielen zusammenhängen.
- Entspannungstechniken: Du lernst, wie du Stress und innere Anspannung abbauen kannst, um dem Spielzwang besser widerstehen zu können.
- Angehörigenarbeit: Oft werden auch die Angehörigen in die Therapie einbezogen, um die Beziehungen zu verbessern und das Verständnis zu fördern.
- Rückfallprävention: Du erarbeitest Strategien, um Rückfälle zu vermeiden und in schwierigen Situationen richtig zu reagieren.
Wie lange dauert eine stationäre Therapie?
Die Dauer einer stationären Therapie variiert je nach Einrichtung und individuellem Bedarf. In der Regel dauert eine Therapie zwischen sechs und zwölf Wochen. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies nur der Anfang des Weges ist. Nach der stationären Therapie ist eine ambulante Nachsorge oft unerlässlich, um die erreichten Erfolge zu stabilisieren und Rückfälle zu vermeiden.
Die Vorteile einer stationären Therapie
Eine stationäre Therapie bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber ambulanten Therapien:
- Intensive Betreuung: Du bist rund um die Uhr von Fachleuten betreut, die dir in Krisensituationen zur Seite stehen.
- Raus aus dem Alltag: Du entfliehst deinem gewohnten Umfeld und den Auslösern, die dein Spielverhalten triggern.
- Konzentration auf dich selbst: Du kannst dich voll und ganz auf deine Therapie konzentrieren, ohne Ablenkungen durch den Alltag.
- Austausch mit anderen Betroffenen: Du triffst auf Menschen, die deine Probleme verstehen und mit denen du dich austauschen kannst.
- Struktur und Routine: Der strukturierte Tagesablauf hilft dir, wieder Ordnung in dein Leben zu bringen.
Die Finanzierung einer stationären Therapie in der Schweiz
Die Kosten für eine stationäre Therapie werden in der Schweiz in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Du benötigst dafür eine ärztliche Verordnung. Es ist ratsam, sich vor Beginn der Therapie bei deiner Krankenkasse nach den genauen Bedingungen und der Kostenübernahme zu erkundigen. In manchen Fällen kann auch die Invalidenversicherung (IV) oder die Sozialhilfe die Kosten übernehmen, wenn du die Voraussetzungen erfüllst.
Praktische Tipps für den Weg zur Genesung
Der Weg aus der Spielsucht ist kein leichter, aber er ist machbar. Hier sind einige praktische Tipps, die dir helfen können:
- Erkenne dein Problem: Der erste Schritt ist die Einsicht, dass du ein Problem hast. Sprich offen über deine Spielsucht.
- Such dir Hilfe: Sprich mit deinem Arzt, einem Therapeuten oder einer Beratungsstelle.
- Informiere dich: Informiere dich über die verschiedenen Therapieangebote und wähle die für dich passende Option.
- Sei ehrlich zu dir selbst: Akzeptiere deine Schwächen und lerne, mit ihnen umzugehen.
- Baue ein soziales Netzwerk auf: Umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen und motivieren.
- Vermeide Auslöser: Meide Orte und Situationen, die dich zum Spielen verleiten.
- Lerne neue Strategien: Ersetze das Spielen durch gesunde Aktivitäten wie Sport, Hobbys oder soziale Kontakte.
- Sei geduldig: Die Genesung braucht Zeit. Rückfälle sind normal, aber lass dich davon nicht entmutigen.
- Nutze die Nachsorge: Nimm die angebotenen Nachsorgeangebote wahr, um deine Erfolge zu stabilisieren.
Fazit: Dein Leben in die Hand nehmen
Eine stationäre Therapie kann ein entscheidender Schritt auf dem Weg in ein suchtfreies Leben sein. Sie bietet dir die intensive Betreuung und Unterstützung, die du brauchst, um deine Spielsucht zu überwinden. Auch wenn der Weg steinig ist, lohnt es sich, ihn zu gehen. Du hast die Kraft, dein Leben wieder in die Hand zu nehmen und ein erfülltes, suchtfreies Leben zu führen. Zögere nicht, dir Hilfe zu suchen. Dein Leben ist es wert!



